TPU 75 Shore D

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Farbe: Schwarz #000000
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Unser Bavaria Filaments

  • Einfach zu drucken – ideal für Einsteiger & Profis
  • Konstante Ergebnisse
  • Saubere Oberflächen & präzise Details
  • Geprüfte Qualität
  • Made in Germany

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2.5 & 5 kg available on request - contact us

Product performance
Description

Das Bavafil® TPU 75D ist die härteste Variante unserer Bavaflex®-Reihe und schließt die Lücke zwischen Elastomer und technischem Konstruktionskunststoff. Mit einer Rohstoffhärte von 75 Shore D und rund 560 MPa E-Modul ist es mehr als doppelt so steif wie unser TPU 65D – behält dabei aber die Zähigkeit, Kerbschlagfestigkeit und Abriebbeständigkeit, für die TPU bekannt ist. Bauteile brechen nicht, sie geben nach.

Ihre Vorteile mit dem Bavafil® TPU 75D:

  • Steifigkeit auf Konstruktionskunststoff-Niveau: Rund 560 MPa E-Modul und ca. 65 MPa Zugfestigkeit – Bauteile bleiben unter Last formstabil, statt sich wegzudrücken. Gleichzeitig liegt die Reißdehnung bei etwa 380 %: Das Material versagt nicht spröde, sondern verformt sich.
  • Höchste Abriebfestigkeit unserer TPU-Reihe: Mit ca. 22 mm³ Abrieb (DIN ISO 4649-A) liegt das 75D nochmals deutlich über dem 65D. Für Rollen, Führungen, Gleitelemente und alles, was dauerhaft reibt.
  • Ether-basierte Rezeptur: Hydrolysebeständig und resistent gegen Mikroorganismen. Nach 42 Tagen Lagerung in 80 °C warmem Wasser liegt die Zugfestigkeit des Rohstoffs noch bei ca. 35 MPa – Ester-Typen bauen unter diesen Bedingungen deutlich ab. Ideal für dauerfeuchte Umgebungen, Erdkontakt oder Bauteile in Nassbereichen.
  • Kälteflexibel: Auch bei Minusgraden bleibt das Material zäh und schlagfest, statt glasartig zu werden.
  • Problemlos druckbar – auch mit Bowden: Durch die hohe Eigensteifigkeit knickt das Filament im Extruder nicht. Das 75D lässt sich fast so unkompliziert verarbeiten wie ASA und ist durch seine Steifigkeit auch für Multi-Material-Systeme wie das AMS geeignet.
  • Weiterreißwiderstand ca. 220 kN/m: Ein angerissenes Bauteil reißt nicht einfach weiter – entscheidend bei Dichtungen, Manschetten und Klemmverbindungen.

Ideale Einsatzgebiete:
Rollen und Laufräder, Zahnräder, Gleit- und Führungselemente, hochbelastete Dichtungen und Manschetten, Schutzkappen und Puffer, Klemmen und Clips mit definierter Federwirkung, Bauteile im Nassbereich oder mit dauerhaftem Feuchtigkeitskontakt sowie funktionale Prototypen, die steif sein müssen, aber nicht brechen dürfen.

75D oder 65D – was passt?
Nehmen Sie das 65D, wenn Sie noch spürbare Dämpfung und Nachgiebigkeit brauchen. Nehmen Sie das 75D, wenn Formstabilität im Vordergrund steht und die Zähigkeit von TPU nur die Bruchsicherheit absichern soll.

Pro-Tipp: Ether-TPU nimmt Feuchtigkeit etwas schneller auf als Ester-Typen. Lagern Sie das Filament trocken und trocknen Sie es bei Bedarf vor dem Druck bei 50–55 °C – das garantiert ein blasenfreies Oberflächenfinish und maximale Schichthaftung.

 

SPEZIFIKATION

  • TPU Filament auf Spule, vakuumverpackt
  • Netto: 750 g, Brutto: 1000 g
  • Basis: Polyether-TPU (Ether-Type)
  • Härte: 75 Shore D (Rohstoff, DIN ISO 48-4)
  • Dichte: 1,2 g/cm³
  • Durchmesser: 1,75 mm +/- 0,05 mm
  • Rundheit: +/- 3 %
  • Extrudertemperatur: 230 °C
  • Druckbetttemperatur: 60 °C
  • Getestet auf Bambu Lab A1 mini über externe Spule mit dem Standardprofil „Generic TPU for AMS", einzige Anpassung: Druckbett auf 60 °C.

Hinweis zur Härteangabe: Shore-Werte in Rohstoffdatenblättern werden an getemperten Spritzgussprüfkörpern ermittelt. Am gedruckten Bauteil liegen die Werte durch Schichtaufbau und fehlendes Tempern systembedingt darunter – das gilt für alle TPU-Filamente am Markt.

VERARBEITUNGSHINWEISE

  • Kein Slicer-Feintuning nötig: Auf Bambu-Lab-Druckern läuft das Filament mit dem Standardprofil „Generic TPU for AMS", lediglich das Druckbett muss auf 60 °C gestellt werden.
  • Wichtig – Druckbett heizen: Anders als unser TPU 65D, das bereits bei 35 °C bombenfest haftet, benötigt das 75D 60 °C. Je härter ein TPU, desto geringer die Bettanhaftung. Bei zu niedriger Betttemperatur löst sich das Bauteil während des Drucks.
  • Für andere Drucker: Direct-Drive-Extruder empfohlen. Durch die hohe Eigensteifigkeit knickt das Filament nicht im Antrieb.
  • Erste Schicht mit 0,3 mm drucken, um Unebenheiten des Druckbetts auszugleichen.
  • TPU neigt zum Fädenziehen. Druckparameter entsprechend wählen.
  • Ether-TPU nimmt Feuchtigkeit auf. Trocken lagern, bei Bedarf vor dem Druck bei 50–55 °C trocknen.
  • Blower Fan nach der ersten Schicht auf 100 % für saubere Überhänge.

1. Allgemeine Sicherheitsinformationen

  • Nur durch geschulte Personen verwenden: Der 3D-Druck mit TPU-Filamenten erfordert spezifische Kenntnisse über Extruder-Typen (Direct-Drive vs. Bowden) und angepasste Druckgeschwindigkeiten. Kinder dürfen den 3D-Drucker nur unter ständiger Aufsicht von Erwachsenen bedienen.
  • Belüftung: Beim Schmelzen von thermoplastischen Elastomeren (TPU) können geringe Mengen an Dämpfen freigesetzt werden. Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung des Arbeitsraums oder nutzen Sie ein Gehäuse mit aktiver Luftfilterung.

2. Hinweise zur Handhabung von TPU-Filament

  • Feuchtigkeitsempfindlichkeit (Hygroskopie): TPU ist sehr anfällig für Feuchtigkeitsaufnahme aus der Umgebungsluft. Feuchtes Filament kann zu Blasenbildung, Stringing (Fadenbildung) und verminderter Schichthaftung führen. Lagern Sie das Filament stets luftdicht verschlossen mit Trocknungsmittel (Silica-Gel) oder trocknen Sie es vor dem Gebrauch bei ca. 50°C - 55°C.
  • Vermeidung von Überhitzung: Achten Sie darauf, die empfohlene Drucktemperatur nicht massiv zu überschreiten, um eine thermische Zersetzung des Materials zu vermeiden.
  • Heiße Oberflächen: Berühren Sie während des Betriebs niemals die Düse oder das Heizbett. Geschmolzenes TPU hat eine hohe Klebewirkung und kann bei Hautkontakt schwere Verbrennungen verursachen.

3. Besondere Sicherheitshinweise

  • Verschluckungsgefahr: Halten Sie Filament-Reste und Kleinteile von Kindern und Haustieren fern. Aufgrund der hohen Zähigkeit und Elastizität von TPU-Resten stellen diese bei Verschlucken ein besonderes Risiko dar.
  • Erste Hilfe bei Zwischenfällen:Verbrennungen: Bei Kontakt mit geschmolzenem TPU die betroffene Hautstelle sofort für mindestens 10-15 Minuten unter fließendem, kaltem Wasser kühlen. Den Kunststoff nicht gewaltsam von der Haut abziehen, da dies das Gewebe schädigen kann. Suchen Sie einen Arzt auf.Dämpfe: Bei Reizungen der Atemwege oder Schwindel den Raum sofort verlassen und an die frische Luft gehen. Suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden medizinischen Rat.

4. Verantwortung des Nutzers

  • Sorgfaltspflicht: Der Nutzer ist für die korrekte Einstellung seines Druckers verantwortlich. Da TPU sehr stark auf Druckbetten haften kann (insbesondere auf glattem PEI oder Glas), sollte ggf. ein Trennmittel verwendet werden, um Schäden an der Druckplatte beim Ablösen zu vermeiden.
  • Schutzausrüstung: Beim Entfernen von hartnäckigen Support-Strukturen wird das Tragen einer Schutzbrille und schnittfester Handschuhe empfohlen, da TPU-Teile aufgrund ihrer Zähigkeit beim Schneiden unvorhersehbar wegspringen können.

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